Abfertigung

Jedes Unternehmen in Österreich mit Angestellten ist unter bestimmten Voraussetzungen gesetzlich verpflichtet, eine Abfertigung in Form einer einmaligen Kapitalleistung auszubezahlen. Für Dienstverhältnisse, die ab dem 1. Jänner 2003 abgeschlossen wurden, erfolgt diese Vorsorge in Form eines monatlichen Beitrages. Dieser beträgt derzeit 1,53% des Brutto-Gehalts. Dienstverhältnisse, die vor dem 1. Jänner 2003 abgeschlossen wurden, unterliegen aber der Regelung Abfertigung „alt“. Und hier wird es interessant für Sie.

Während die Abfertigung „neu“ bereits in ein beitragsorientiertes Modell umgewandelt wurde, verbleiben Abfertigungsansprüche aus dem System „alt“ zu 100% als Verbindlichkeit im Unternehmen. Was bedeutet das für die Liquidität Ihres Unternehmens?

Ein Viertel der Abfertigungsverpflichtungen musste früher in Form von Wertpapieren im Unternehmen vorhanden sein. Per VwGH-Urteil vom Oktober 2006 (G48/06) wurde 2002/2003 auch diese Verpflichtung aufgehoben. Die Folge: Viele und vor allem kleine Unternehmen stehen dieser Verpflichtung ohne ausreichend liquide Mittel gegenüber.